14.04.2026 - 3 Wochen
Inzwischen sind wir wahre Riesen geworden, morgen dürften wir die 2,5 kg Marke knacken:

Jetzt wo wir zunehmend agiler werden und neugierig, was da noch so los ist, außerhalb unserer Wurfecke, haben unsere Zweibeiner das große Gehege im Wohnzimmer errichtet. 15m² groß, in L-Form aufgebaut, bekommen wir so weiter alle Aktivitäten im Wohnzimmer prima mit und können auch die aus dem angrenzenden Essbereich mit Küche dahinter bestens einsehen. So bekommen wir schon von Beginn die Alltagsgeräusche mit, so dass wir gut vorbereitet sind für unser späteres Leben. Wenn wir noch etwas mobiler sind, können wir auch den direkten Zugang nach draußen nutzen. Unsere Ruhezone ist gleich neben dem der Menschen, denn das Sofa grenzt gleich daran. Und nachts schläft Frauchen dort und ist gleich zur Stelle, wenn mal was ist. Wobei wir derzeit ein so entspannter Trupp sind, dass das kaum mal nötig ist.



Im neuen Gehege ist es jetzt auch einfacher Verwandtschaftsbesuch zu empfangen, wie hier z.B. Joleena und im Bild darunter ihre Tochter Pearl, für die es das erste Mal war so kleine Welpen mitzuerleben, aber instinktiv ist sie ganz behutsam mit uns umgegangen und daneben und weiter darunter Joleenas Halbschwester Lady.


Bei den bisherigen Würfen haben unserer Zweibeiner das Innengehege meist nach und nach vergrößert, aber mutig und entspannt, wie wir alles angehen und schon neugierig erforschen, konnten sie es diesmal von Beginn an so groß schon lassen. Denn bereits schon beim zweiten Ausflug weg von unserer Kuschelecke (dort wo vorher die Wurfecke war) haben wir nicht nur Frauchens Schreibtisch erforscht samt Stuhl, sondern haben auch gleich mal um die Ecke geschaut und sind ein paar Schritte gelaufen, allen voran Queen. Während am Vortag Galaxy und Melody noch mit ihren Ausbruchsversuchen geglänzt haben.


Neugierig haben wir mit allen Mitbewohnern Kontakt aufgenommen, auch wenn wir manchmal etwas länger "hinschauen", wer da so vor uns steht, da noch alles weiter eher verschwommen ist, aber wir merken uns schon den Geruch und die groben Umrisse des Aussehens. Danach waren wir auch schnell wieder durstig und müde. Täglich gibt es auch hier weiter wohltuenden Ganzkörperstreicheleinheiten von unseren Zweibeinern, nicht nur zum Wohlfühlen, sondern auch als gute Basis, damit wir uns auch später gerne überall anfassen lassen.

Bis die Motorik besser ausgereift ist, dauert es nochmal zwei Wochen. Sie ist mit Hilfe der Verknüpfungen im Gehirn (Synapsen Bildung) und der Entwicklung der Nervenstränge zwischenzeitlich so weit vorangeschritten, dass nicht nur der Bewegungsapparat immer besser funktioniert, sondern auch das Kotabsetzen (Defäkation) und das Urinieren (Miktion). Dazu eilen wir auch jetzt schon mit unseren 3 Wochen, in der Regel möglichst weit weg von unserem Liegeplatz an den Randbereich, denn auch wir mögen ein möglichst sauberes Nest. Aber dazu kommt es nach wie vor kaum, denn Mama macht uns natürlich noch nach wie vor gründlichst sauber. Vor allem nach dem Säugen werden wir ausgiebig geleert, so dass sich nicht zu viel Druck im Bauch aufbaut, nachdem unsere Bäuchlein prall gefüllt sind nach dem leckeren Mahl. Aber auch nach dem Essen wird jeder reihum durchgecheckt und bei Bedarf gesäubert.


Nachdem wir drei Tage lang einmal täglich eine Miniportion Brei bekommen haben, haben wir ihn gestern zum ersten Mal ein zweites Mal bekommen und zwar am Abend, kurz vorm Schlafen gehen. Frauchen hat sich gefreut, dass wir statt alle zwei Stunden im Schnitt nach Milch zu verlangen nun erstmalig auf 3,5 Stunden gekommen sind. Vielleicht wäre es auch noch ein wenig länger geworden, wenn sie uns nicht wach gemacht hätte mit ihrem Schauen ob alles OK ist, wo sie so lange nichts von uns gehört hat haha. Und im Schluss haben wir es nochmal auf 3 Stunden gebracht. Frauchen ist auch stolz auf uns, dass wir uns schon am zweiten Tag kaum noch bekleckert haben und wie artig wir alle vom Tellerrand aus alles auffressen. Aber danach geht es freudig hin zu Mamas Milchbar. Nichts kann konkurrieren mit ihrem Zaubertrank!

Inzwischen hören wir auch schon ganz gut auf Frauchens Ruf zum Füttern oder wenn Mama zum Säugen sich hinlegt und noch ein paar Schlafmützen oder Verirrte das nicht mitbekommen haben. Denn das mit dem Sehen klappt noch nicht immer so wirklich perfekt. Und manchmal sehen wir den Wald vor lauter Bäumen nicht haha, vor allem im Dunkeln. Aber alles andere wäre auch ein Wunder, denn noch sind unsere Augen nicht fertig ausgereift. Zwischenzeitlich brechen auch schon die ersten Zähnchen durch das Zahnfleisch durch.

Und beim Schlafen liegen wir öfters auch mal einzeln und dabei gerne weit ausgestreckt oder öfters (vor allem die Jungs) auch mal mit nach oben gestrecktem Bäuchlein, vor allem wenn uns nach dem Säugen gerne mal (zu) warm ist oder vielleicht auch einfach, weil es eine angenehme Liegeposition ist, so wie wir sie auch später immer wieder mal lieben. Wir haben tolle Kuscheltiere:

Unsere Mama hat sie auch gleich mal getestet (oben rechts), als sie es sich gemütlich gemacht hat zum Säugen. Ähnlich wie es so mancher Collie auf der Couch macht, wenn er sich die Sofakissen zurechtlegt, um nicht nur einen weichen Untergrund zu haben, sondern auch sein Wertes Haupt zu betten haha:

Inzwischen sind wir auch schon sehr viel aktiver, auch wenn die Wachphasen immer noch vergleichsweise sehr kurz sind, aber sie werden inzwischen nicht mehr vorranging zur Nahrungsaufnahme genutzt, sondern vor allem auch zum Erforschen und Entdecken sowie immer ausgedehntere Spielphasen. Bislang waren wir mehr ich-bezogen bezüglich unserer Bedürfnisse (Trinken und Schlafen, mal abgesehen vom Kontaktliegen) und jetzt entdecken wir zunehmend die Geschwister und Mama, bis hin zu den anderen Verwandten und interagieren mit ihnen. Zunehmend spannend sind auch die Beinchen, Mäulchen, Ruten unserer Geschwister und andere kleinere interessante Körperanhängsel. Alles wird nach und nach kontaktiert und was dabei ins Mäulchen passt, wird noch recht vorsichtig damit erfasst. Aber der größte Teil des Tages wird weiter verschlafen.

In den beiden ersten Lebenswochen haben wir in der sogenannten neonatalen oder vegetativen Phase gelebt. Sie bestand vor allem aus Schlafen und Saugen. Mit der dritten Woche beginnt die Übergangsphase (Transistorische Phase). Jetzt wo sich Augen und Ohren nach und nach öffnen nehmen wir die Umwelt erst wo richtig wahr und können auf sie eingehen. So ist diese Phase besonders geprägt dadurch, dass wir die äußeren Reize vermehrt erfassen und darauf reagieren. Daraus ergeben sich ganz neue Erfahrungen. Parallel entwickelt sich auch die Motorik immer weiter, damit wir auch körperlich in der Lage sind, die Umwelt zu erforschen.

Interessantes regt zur Bewegung an und Stimulierung der Nervenbahnen und Muskulatur. Dabei erlernen wir zugleich räumliche Distanzen und Absteckungen einzuschätzen sowie Koordination. Alle neuen Eindrücke und Erlerntes führen zu neuen Verknüpfungen der Nervenzellen im Hirn. Ohne ausreichende Stimulation bilden sie sich gar nicht erst aus und fehlten dann auch für den Rest des Lebens. Wichtig ist weiterhin, dass wir selbst durch Erfahrungen lernen und so zu positiven Erlebnissen (also keine schlimmen schlechten Erfahrungen) kommen und uns so selbst weiter motivieren wieder neues zu erforschen und so auch später geneigt sind Neues positiv anzugehen. Auch gute Erfahrungen mit Menschen sind in dieser Phase sehr wichtig über Stimme und engeren Kontakt. Auch die Kommunikation mit den Geschwistern wird aufgebaut durch nun zusätzliche Elemente wie z.B. spielerisches Knurren (man hört ein erste „rrrrr") und erstes Wedeln.

Zwischenzeitlich sind auch schon erste Gentest Befunde von Laboklin eingetroffen, wie Ihr bestimmt schon auf der Welpen Seite gesehen habt. Das niemand von uns betroffen sein konnte, war ja schon vorher klar und dort wo es noch verschiedene mögliche Varianten gab, kommen jetzt nach und nach die Ergebnisse.

10.04.2026 - 2,5 Wochen

Inzwischen haben wir fast die 2kg Marke geknackt und sind nochmal ein ganzes Stück gewachsen.

Das Fell hat sich schön entwickelt, da macht das Kuscheln mit unseren Zweibeinern nochmal so viel Spaß und umgekehrt.

Am schönsten ist es nach wie vor bei unserer Mama, mit ihrem Rundum-Sorglos-Paket, Mahlzeiten inclusive und Rundumversorgung; wir werden zusehends aktiver:


Das Laufen klappt schon immer besser, je mehr sich die Nervenbahnen aktivieren und die Muskeln aufbauen, auch wenn es noch nicht so viele Schritte sind.


Während die vergleichsweise immer noch kurzen Wachphasen, früher fast nur zum Trinken genutzt wurden, beginnen wir jetzt zunehmend auch damit unsere nähere Umgebung zu erforschen, samt unseren Geschwistern und unserer Mama, so spannend! Mit einem aufgerissenen Mäulchen nehmen wir alles vorsichtig ins Maul auf das wir stoßen. Egal ob es die Geschwister oder unsere Mama ist und auch unsere Zweibeiner werden gerne untersucht. Ähnlich wie Babys nach allem mit ihren Händchen greifen und gerne auch was in den Mund nehmen


Heute durften wir das erste Mal Brei probieren, nur ein Minihäppchen zum Kennenlernen. haben wir auch unserer erste Portion Brei bekommen. Neugierig, wie wir sind, haben wir gleich mal geschaut, was es da Spannendes gibt und haben von uns aus auch gleich mal gekostet, was auch noch lange nicht jeder Wurf macht. War gar nicht so einfach das interessante Gemisch aus pürierter Hähnchenbrust mit Möhrengemüse mit dem Mäulchen zu greifen, bislang waren wir nur Milch saugen gewöhnt, aber immer wieder mal probiert kamen ein paar Häppchen ins Mäulchen. was gar nicht so einfach ist. Zum Schluss hat Mama geholfen den Teller sauber zu lecken. War sehr lecker, aber bei weitem nicht so lecker wie Mamas Milchbar, die wir gleich im Anschluss angesteuert haben.

Wir können uns zwar inzwischen auch selbst lösen, aber von Mama gemacht, ist es halt doch noch viel schöner. Urinieren ist gar kein Problem mehr. Hier und da probiert sich der ein oder andere schon mal daran selbständig ein Häufchen abzusetzen. Das ist noch nicht so einfach, wie es sich anhört. Wenn Sitzen noch nicht so einfach ist, ist es freischwebend in der Hocke zu hängen noch viel weniger, vor allem mit noch fehlendem gutem Gleichgewicht. Hinzu kommt, dass auch die beteiligte Muskulatur etc. noch im Aufbau ist und noch gar nicht so richtig die Kraft da ist. So untermalen wir den Hinausbeförderungsakt derzeit noch mit unseren Stimmchen, aus einem Mix aus Stöhnen, Brummen und Beschwichtigen. Und sobald Mama das hört, ist sie gleich vor Ort um es aufzufangen, so dass es nur selten mal auf der Decke landet und auch da wird es gleich entfernt. Und ansonsten hilft sie mit Lecken auch weiter gerne unterstützend nach, so bleibt alles reinlich.

Wir fangen schon an mit unseren Mamas regelrecht zu schäkern, jetzt wo wir damit beginnen, nicht nur zu schlafen und zu trinken, sondern auch die Welt zu entdecken. Und da kommt Mamas Riesenkopf genau richtig. Mit ihrer großen Nase stupst sie uns an und leckt uns mit ihrer riesigen Zunge liebevoll ab. Bisher haben wir das einfach so hingenommen und jetzt versuchen wir unsererseits ebenfalls Kontakt aufzunehmen. Mit weit geöffnetem Mäulchen wenden wir uns nun ganz bewusst unserer Mama zu, die uns daraufhin liebevoll am Köpfchen leckt. Und so geht es immer weiter hin und her. Gut sind wir auch schon im Klettern. Insbesondere nach dem Essen wird alles ausgiebig erforscht und dabei alles überklettert, was erklimmbar ist und im Wege steht.

Auch die ersten Zähne machen sich schon auf den Weg bald das Zahnfleisch zu durchbrechen. Man kann sie schon erfühlen. Das kann den ein oder anderen auch schon mal unruhiger schlafen lassen, aber bislang nehmen wir alles ganz entspannt.


Die Äuglein haben begonnen immer mehr aufzugehen. Dadurch das momentan noch alles eher verschwommen wirkt, setzen wir es noch gar nicht so sehr ein. Manchmal wenn wir müde werden, schließen sie sich auch wieder ganz, bis wir nach oft längerem Suchen den jeweiligen für uns perfekten Schlafplatz gefunden haben.

Als Frauchen zuletzt etwas heruntergefallen ist und unsere Köpfe aller herumfuhren, war klar, dass unsere Öhrchen nun aufgegangen sind. Noch ist unser Hören nicht wirklich zielgerichtet. Es läuft einfach nebenher, ohne, dass wir ihm groß Beachtung schenken, vor allem dem, was aus der Ferne kommt. Das Klackern der Metalltüren, das Scharren von Mama oder das Geräusch, wenn sie sich hinlegt lässt aber schon erste Reaktionen folgen. Klar, dann könnte die nächste Mahlzeit nicht fern sein.

Immer wieder haben verschiedene Stoffe ins Gehege gelegt bekommen, damit wir uns daran gewöhnen auch später über die unterschiedlichsten Untergründe zu laufen. Heute war es dazu noch akustisch untermalt, das Raschelkissen:


07.04.2026 - 2 Wochen

Inzwischen haben wir unser Geburtsgewicht längst verdreifacht und haben die 1,5 kg Marke geknackt. Dazu sind wir nochmal ein ganzes Stück gewachsen und können schon kurze Strecken stehen und laufen:

Und sind Weltmeister im Kuscheln, mit Mama uns auch gerne mit unseren Zweibeinern:

Die Fein Sensorik und Motorik im Mäulchen hat sich so weit entwickelt, dass wir den Drang haben (wie Menschenbabys auch), alles genau damit zu erforschen. Mit weit aufgerissenem Mäulchen gehen wir auf Entdeckungstour. Die Liegedecke, die Seitenwände, unsere Mama von Kopf bis Fuß, und hier und da auch mal unsere Geschwisterchen sowie unsere Zweibeiner. Ganz besonders spannend sind deren Finger, aus denen aber leider keine Milch herauskommt, wenn man daran saugt und ihre Gesichter, die so ganz anders sind als die von unserer Mama.





Sitzen, laufen, stehen, wir werden immer agiler, auch wenn alles, was über das Bauchrutschen hinausgeht, immer noch vergleichsweise anstrengend ist, denn unsere Muskulatur muss sich erst nach und nach aufbauen. Vor allem wenn die Bäuchlein gut gefüllt sind, robben ist noch so viel einfacher. Ab und an nehmen wir jetzt auch erstmalig, wenn auch nur für kurze Zeit, da es noch recht anstrengend ist, die Sitzposition ein. Die Pigmentierung an Pfoten und Nase hat weiter zugenommen.





Unsere Äugelchen beginnen nun ganz, ganz langsam aufzugehen, so dass wir nach und nach erstmalig auf visuelle Reize reagieren. Im Moment wirkt alles noch etwas verschwommen, die schützende Schleimschicht tut ihr übriges, aber das wird sich in den nächsten Tagen ändern. Grelles Licht ist jetzt tabu ist. Aber auch, wenn die Augen im Laufe der Woche immer weiter aufgehen, so wird der schon ganz gut funktionierende Geruchssinn zeitlebens immer unser wichtigstes Sinnesorgan bleiben. Wir werden am liebsten immer erst einmal alles mit unserer Nase untersuchen wollen, denn damit haben wir gelernt schwerpunktmäßig unsere Umwelt zu erfassen. Nicht umsonst haben wir Hunde bis zu 220 Millionen Rezeptoren in unserem Riechzentrum, während der Mensch nur etwa 5 Millionen hat. Dort sind wir Euch 40-fach überlegen! Immer wieder wird Komfortverhalten gezeigt, wie Strecken und Gähnen, wie unten und rechts der "Run" auf die Milchbar, inzwischen immer öfters mal im Laufschritt:


So können wir unsere Mama schon ganz gut erkennen, wenn sie steht und sich bewegt. Ansonsten laufen wir weiter noch eher „blind" durchs Leben, was manchmal lustig ausschaut. Manchmal sieht man gut, wie wir die Nase in die Luft strecken, um uns besser orientieren zu können und auch anfangen immer öfter unsere Liegedecke zu beschnuppern.





Zwischenzeitlich stand unsere zweite Pediküre an. Beim Zurückschneiden mit der Schere verbleiben immer gerne ein paar scharfe Kanten. Das ist, wenn wir älter werden egal, aber momentan gilt es weiter keine Mikroverletzungen an der feinen Haut am Gesäuge zu hinterlassen, damit keine Keime eintreten. Feilen geht schlecht, da unsere Zehen noch ganz feingliedrig sind. Also hat Frauchen auch diesmal wieder den elektrischen Krallenschleifer genommen. Jetzt wo unsere Krallen noch so fein sind in den ersten Lebenswochen, ist er perfekt. Und auch diesmal hat uns das Gesumme überhaupt nicht gestört und haben wieder die merkwürdige Vibration ganz cool über uns ergehen lassen. Klar wir sind ja auch coole Socken und ohne schlechte Erfahrung voll des Vertrauens, zumal unsere Mama dabei ganz entspannt neben uns liegt. Und zur Belohnung ging es dann an Mamas Milchbar.


Heute kam Frauchen mit so komischen Stäbchen an, die man noch nicht mal essen konnte und wischte damit durch unsere Backentaschen. Auch das haben wir alle brav über uns ergehen lassen, bei dem ein oder anderen untermalt mit etwas Gesang, mit leicht protestierender Note. Aber ehe wir uns versahen, war die Prozedur auch schon vorüber. Alles wurde in die Post gegeben, damit die Proben bei Labogen untersucht werden können und wir unsere Testergebnisse vervollständigen können. Zudem wird noch für jeden von uns ein Genprofil erstellt und die Abstammung über den Elternschaftstest sichergestellt, wie in unserem Verein von allen geborenen Welpen gefordert.


Unsere Körpernormaltemperatur steigt zunehmend. In den ersten Lebenstagen liegt sie noch um die 34,8 - 36,5°C. In der darauffolgenden Woche geht sie dann hoch auf 35,0 - 37,0°C und jetzt mit zwei Wochen auf 36,0 - 37,5°C und erst mit drei Wochen auf 36,8 - 38,5 °C. Ein erwachsener Collie hat in der Regel eine Normaltemperatur von 37,5 - 38,5°C (theoretisch kann der Wert auch noch höher liegen, so bis 38,9°C, aber die meisten Collies liegen eher im niedrigen Bereich). So liegen wir nun auch immer öfter nicht mehr ganz so dicht beieinander oder lange an unsere Mama gekuschelt, um unsere Temperatur zu halten, auch wenn letzteres immer noch das Highlight ist. Aber zum Schlafen ist es den meisten dann doch irgendwann zu warm und wir robben ein Stück beiseite.


Mama fängt an jetzt auch immer mehr mit uns zu kommunizieren. So stupst sie uns an, so dass sie unsere Aufmerksamkeit hat und geht rückwärts mit tiefgehaltenem Kopf und schaut uns an uns versucht uns zusammen mit einem Schwenk von Hals und Kopf hinüber zum Liegeplatz zu bewegen, was auch schon ganz gut klappt. Zumindest dann, wenn nicht andere vierbeinige Familienmitglieder am Rand stehen, bei deren Erforschung unsere ganze Aufmerksamkeit zuteilwird. Aber leider sind ihre Milchquellen nicht gefüllt. So bleibt Mama doch unser Jackpot.

03.04.2026 - 1,5 Wochen
Melody auf Klettertour unter Mamas wachsamen Augen, während Queen es sich gemütlich macht unter Mamas Kragen, zwischen den Vorderläufen und die beiden anderen die Beine als Kopfkissen nehmen:

Inzwischen haben wir alle weiter kräftig zugelegt und unser Geburtsgewicht ist längs verdoppelt, zwischenzeitlich haben wir bereits alle längst die 1kg Marke geknackt. Auch an Länge haben wir gut zugelegt, von ehemals knapp 20 cm auf ca. 30 cm jetzt. Stellt Euch vor Ihr würdet innerhalb von einer Woche statt 60 kg auf einmal 120 wiegen und wärt nochmal um die Hälfte größer, schon der Wahnsinn.

Auch wenn unsere Äuglein und Ohren noch weitestgehend zu sind, reagieren wir schon immer feiner auf Außenreize. Wenn unsere Mama sich umlegt oder nach dem Lösen zurück zu uns kommt, dann lagen wir eher noch ruhig da. Inzwischen spüren wir oft schon Mamas Atem und ihre Bewegungen. Wenn nicht grade tief und fest schlafen, gehen unsere Köpfe schon in Richtung Mama und machen uns dann meist auch schon auf den Weg zu ihr, oft untermalt von freudigen Ausrufen. Quarterback beim ausgiebigen Gähnen:

Die Sinnesleistungen unseres Gehirns nehmen mit jedem Lebenstag weiter zu. Erst nach der Geburt beginnt die eigentliche Ausbildung unseres Gedächtnisses. Täglich kommen neue Verknüpfungen (Synapsen Bildung) hinzu. Die ersten Lebenswochen sind in dieser Hinsicht grundlegend für unsere weitere Entwicklung. Das Sprichwort: "Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr", gilt bei Menschen, wie Tieren. Die Anzahl der Verknüpfungen, die sich bei den Hundewelpen in den ersten Lebenswochen bis hin zu den ersten Lebensmonaten ausbilden, bilden die Grundlage für das gesamte spätere Leben. Nur wenn sich genügend von ihnen gebildet haben, können wir später alles leichter und schneller begreifen. Sie sind die Basis für unsere Intelligenz, Stressresistenz etc. (s.u.). Schon jetzt lernen wir täglich hinzu. Dazu gehören auch Anzeichen früh deuten zu können und entsprechend reagieren zu können. Und wir lernen schnell und wissen jetzt schon genau, wie wir unsere Mama um den Finger wickeln können. Wir interagieren jetzt auch mehr mit unseren Geschwistern und Mama für kurze Momente, selbst beim Versäubern, was schon fast ausschaut wie ein Küsschen für Mama von Quarterback, der immer der agilste ist, sobald Frauchen das Handy in der Hand hat; er will später bestimmt mal Fotomodell werden haha; in den Ohren sieht man noch gut die noch festsitzenden Pfropfen:

Aber nicht nur das Gedächtnis muss sich erst entwickeln, sondern auch das nach der Geburt benötigte Nervensystem muss weiter ausgebildet werden. Die Nervenbahnen vervollständigen ihre Entwicklung nach und nach, vom Kopf (kranial) zur Rute (caudal) hin. Das macht auch Sinn, denn direkt nach der Geburt ist die Motorik noch nicht so wichtig. Ein wenig voran robben können reicht da völlig aus. Die körperliche Möglichkeit für Spaziergänge würde keinerlei Sinn ergeben und schließlich sollen wir uns ja auch nicht zu weit von der Mutter entfernen können. Einzig Sinn macht in den ersten Lebenstagen, die überlebenswichtige Möglichkeit die Zitzen zu finden. Dazu gehört die Ortung, noch vornehmlich über unser hohes Bedürfnis nach Wärme (Thermophilie), die wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht selbst bilden können. Wärme bedeutet Mutter und besonders viel Wärme bedeutet gut durchblutete Gesäuge. Dass unserer Mutter vorher das Fell im Bauchbereich ausgefallen ist, erleichtert die Sache (nebst Frauchens Rückschnitt), denn so kann die Wärme dort noch besser abstrahlen und wir haben es leichter, mit ihrem feinen Gespür für Wärme im Kopfbereich, die Zitzen zu finden.

Was die Bewegungen betrifft, so gibt es unmittelbar nach der Geburt noch nicht viele Anforderungen. Unsere Beine müssen so beweglich sein, dass ein Heranrobben möglich ist und ein leichtes Aufrichten an den Zitzen. Im Kopfbereich dagegen müssen mögliche Muskelkontraktionen und -dehnungen schon so koordiniert ablaufen, dass ein Umfassen der Zitze mit dem Mäulchen, gefolgt vom Saugen und Herunterschlucken der Muttermilch möglich ist. Hier profitieren gesunde Welpen, wie wir, vom angeborenen Saug- und Schluckreflex. Aber inzwischen haben wir uns viel weiterentwickelt und können beispielsweise immer differenzierter Laute abgeben (s.u.). Ein Zeichen dafür, dass die primären Nervenbahnen funktionstüchtig sind, ist auch dass wir im Schlaf am ganzen Körper immer wieder mal zucken, insbesondere in unseren vielen Traumphasen. Die Pigmentierung des Nasenspiegels und an Stellen unter den Pfoten schreitet immer weiter voran, wie man oben links bei Galaxy schön sehen kann; während Quarterback, oben rechts, auf allen Vieren unterwegs ist:

Inzwischen recken wir mit Vorliebe, ähnlich den Schwänen, unsere Köpfe weit in die Höhe. Es sieht so aus, als ob wir versuchen uns einen weiten Überblick zu verschaffen. Da die Äuglein momentan noch zu sind, sondieren wir vor allem die Gerüche. Das Mäulchen wird gerne mal aufgerissen und hier und da ausgiebig gegähnt. Und jetzt können unsere Zweibeiner auch schon das obligatorische Schmatzen vor dem Einschlafen erstmalig vernehmen. Aber nicht nur im Kopfbereich, sondern auch zunehmend in der Motorik gibt es massive Fortschritte. So können wir zwischendurch schon immer öfter einen kurzen Moment Stehen und erste Schritte auf allen Vieren laufen, wenn auch noch sehr wackelig. (Und immer nur dann, wenn Frauchen den Fotoapparat nicht schnell genug zur Hand hat haha). Die Koordination von Gleichgewichtssinn, stehen bleiben oder gar zielgerichtet laufen, sind noch sehr übungsbedürftig. Aber unsere Liegestätte ist so schön weich gepolstert, dass das Hinfallen halb so wild ist. Mama scheint das auch recht so zu sein. Denn wenn wir uns auf den Weg zur Zitze machen, ist das noch mehr ein "Zwei Schritte vor und einen wieder zurück", nebst Gekullere. Aber so kommen wir schön nach und nach bei ihr an und sie hat etwas mehr Zeit einen jeden von uns sauber zu machen. Ganz rechts hat Frauchen doch nochmal kurz wen von uns "erwischt" mit dem Handy - Quarterback auf allen Vieren:

Inzwischen können die ersten von uns, uns auch schon mal selbst lösen, wenn unsere Mama mal nicht schnell genug ist. Insbesondere das Pipi löst sich bei dem ein oder anderen schon mal leichter, aber auch das erste Häufchen hat Frauchen gestern entdeckt. Aber kaum, dass sie es sah, war Mama auch schon da und hat es "entsorgt". Sie achtet sehr darauf, dass Ihr "Nest" sauber bleibt. Gut sind wir auch schon im Klettern. Insbesondere nach dem Essen wird alles ausgiebig erforscht und dabei alles überklettert, was erklimmbar ist und im Wege steht. Und schon in dieser Phase lernen wir die Vorzüge der bei den Collies so beliebten Kopfkissen kennen. Prima geeignet sind da unsere Mama und Geschwister, wobei letztere jedoch nicht immer so brav liegen bleiben und später sind es dann Kissen mit einem breiten, nicht allzu hohen Rand. Ab und an hört man auch mal leise Beller, nicht mehr nur im Traum, sondern seltener auch schon mal, wenn wir kundtun, dass jetzt eigentlich Essenszeit ist. Praktischerweise kommt Mamas lange Nase zu uns hin, sei es um uns sauber zu machen, wo wir wach sind oder um uns liebevoll übers Köpfchen zu lecken. So oder so wissen wir dann gleich um ihre Position und können sie dann viel einfacher anvisieren, um zu ihr hinzugelangen. Was wäre ein Collie ohne sein Kopfkissen, besonders kuschelig scheint an diesem Tag Queen zu sein, wie hier vor allem Galaxy meint:

Ansonsten hatten wir auch schon einiges an Programm. So haben wir bereits unsere erste Pediküre hinter uns gebracht, damit wir Mamas zarte Gesäuge Haut nicht zerkratzen und wohlmöglich Keime eindringen. Wir haben alle ganz artig brav stillgehalten, während Frauchen vorsichtig mit dem Krallenschleifer unsere spitzen Dolche entschärft hat, sie war so stolz auf uns! Zudem gab es weiter die Fortsetzung des unten beschriebenen Bio Sensor Programms, dass übrigens 2018 Krista Hansen, Spezialzuchtrichterin des AKC (American Kennel Club) aus den USA, im Rahmen der Seminare rund um unsere jährlichen Europasiegerschau unseren Vereinsmitgliedern vorgestellt hatte. Ein herzliches Dankeschön nochmal an sie.

Zudem wurde uns eine merkwürdig schmeckende zähflüssige rosa Flüssigkeit ins Mäulchen gespritzt, die Zweibeiner sagen dazu Wurmkur. So ein Quatsch, als ob wir zulassen würden, dass irgendwelche Würmlinge in uns herumkrabbeln, aber sicher ist sicher meint Frauchen. Um den komischen Geschmack wieder wegzubekommen, sind wir gleich rüber zur Milchbar und haben auf Ex getrunken, bis auch die letzten Reste aus dem Mäulchen heruntergespült wurden. Wir Collies sind jetzt schon Gourmets! Zudem hat Frauchen schon alle Termine organisiert, wie das Setzen eines Mikrochips zur eindeutigen Identifizierung bei uns allen und die Augenuntersuchung bei einem Spezialisten des DOK (Dortmunder Kreis der Ophthalmologen) mit 6 Wochen, sowie die Impfung mit 8 Wochen, damit auch alles passt zur Abgabe zum Pfingstwochenende hin.

30.03.2026 - 1 Woche
Unser ganzer Körper ist nicht nur deutlich kräftiger geworden, sondern auch ein Stück länger, samt unserer Köpfe. Unsere Schlafphasen werden immer länger oder anders ausgedrückt, unser Magen nimmt immer größere Mengen an Muttermilch auf und unser Darm verdaut sie immer effektiver, so dass die Zeit bis zur nächsten Nahrungsaufnahme von Tag zu Tag ein wenig länger wird. Dafür können wir mit unseren prallen Bäuchlein gemütlich etwas länger schlafen und uns der Traumwelt hingeben. Die Zweibeiner schmunzeln immer, wenn sie unsere Beinchen zucken und aus unserem halboffenen Mündchen die schon fertig zum Umschließen der Zitze geformte Zunge leicht herausschauen sehen und unser Gegluckse hören, was gibt es schöneres als von dem nächsten Zaubertrunk an Mamas Milchbar und den erfolgreichen Run dorthin zu träumen.

Sonst haben wir ja auch noch nicht so viel erlebt in den ersten Lebenstagen. So brauchen wir selbst im Schlaf nicht auf das Wohlgefühl der herabrinnenden Milch zu verzichten. Wir schlafen immer öfter mal weiter verteilt und nicht mehr so dicht beieinander. Anfangs haben wir vorwiegend dicht im Knäul an Mamas Gesäuge gelegen, inzwischen suchen sich die meisten von uns eher ein ruhiges Plätzchen. Manchmal liegen wir dicht an unsere Mamas gekuschelt, aber auch immer öfters etwas weiter weg, jedoch noch überwiegend im Kontakt mit unseren Geschwistern. Mit zunehmendem Fellwachstum kühlen wir jetzt nicht mehr so leicht aus, brauchen aber noch weiter ausreichend Wärme von außen, damit wir keinen Schaden nehmen. So ist auch immer wer von den Zweibeinern bei uns und Frauchen schläft nachts auf ihrer Matratze gleich neben bzw. was man so schlafen nennt, wenn man immer Obacht gibt.

Die speziellen VetBed Unterlagen, auf denen wir liegen sind so konzipiert, dass Feuchtigkeit und Flüssigkeiten gleich nach unten ablaufen, so dass wir immer trocken und warm liegen. Sie müssen aber trotzdem immer wieder ausgetauscht und heiß gewaschen werden samt den Unterlagen darunter, so dass alles hygienisch bleibt. So werden wir rund um die Uhr weiter von allen liebevoll umsorgt und sind so völlig zufrieden und tiefenentspannt. Und machen das, was in den ersten beiden Lebenswochen, vor allem aber in der ersten zählt, einfach schlafen und trinken im Wechsel und zwischendurch versäubert von unserer Mama. Und danach einfach schlafend von der Zitze fallen, weich gebettet auf den Geschwistern ist auch ein schöner Liegeplatz, wie hier Melody auf dem linken Bild:

Das heißt aber nicht, dass es bei uns ganz still ist. Mit unserer Geburt geht es los, dass man von uns stets irgendwelche Geräusche hört. Es wird so gut wie alles irgendwie kommentiert. Jedes Umbetten, wenn Mama uns sauber macht, es finden sich stetig Anlässe, die Welt wissen zu lassen, dass wir nun neue Erdenbürger sind. Auf der Suche nach der Zitze, beim Trinken selbst und sogar im Schlaf. Vor allem im Traum hört man schon den ein oder anderen leisen Beller. Unsere Stimmchen werden dabei zunehmend melodischer. Die glucksartigen Trinkgeräusche werden lauter und immer öfter mit einem wohligen Stimmlaut unterstützt. Wenn wir einschlafen und man genau hinhört, dann hört man auch öfters einen leisen Singsang, manchmal eher wie ein Summton. Die Zweibeiner vermuten, dass wir damit auch ohne fertiges Gehör schon miteinander kommunizieren können, durch die feine Vibration. Dazu gibt es alles Mögliche, vom wohligen Brummen, über Stöhn Geräuschen, bis zu ab und an vorfreudigen Ruflauten (auf dem Weg zur Zitze) und selten auch mal etwas lauteren protestierenden Stimmlagen, wenn Mama uns auf dem Weg zur Milchbar abfängt und meint erst unbedingt noch sauber machen zu müssen, wo wir doch sooo einen riesigen Hunger habe. Oben links und unten rechts sieht man schön, wie wir vom Trinken träumen mit schön gerundeter Zunge, zum Umfassen der Zitze und unten rechts bei Melody sogar noch mit Milchtritt, wie man schön an den ausgestreckten Vorderläufen samt hochgestreckten Pfoten vorne sieht und durchgedrückten Hinterläufen, zum Abstemmen vom Boden. Und auf den mittleren Bildern sieht man erstes Komfortverhalten, das Gähnen bei Galaxy:

Wir lieben es wenn Frauchen und Herrchen kommen, um uns zu streicheln. Wohlig strecken wir uns dann aus und schmiegen uns an die großen Hände an. Ganz entspannt lassen wir uns dann vom Scheitel bis zur Sohle verwöhnen. Sie meinen, dass das wichtig ist, damit wir früh ein enges positives Verhältnis zu Menschen aufbauen und uns auch später wie selbstverständlich überall anfassen lassen. Die positive Verknüpfung findet auch schon statt, wenn sie uns einsammeln, wenn wir uns mal allzu weit entfernt haben. Wenn Mama uns „retten" kommt, dann ist das während des Säugens nicht immer die beste Idee, da dann die anderen Welpen alle abfallen die an den Zitzen angedockt haben. Aber je älter wir jetzt werden, desto weniger „schlimm" ist es, wenn mal wer auf Abwege gerät. Im Gegenteil, wir lernen jetzt schon „Frust" auszuhalten und uns mal zu gedulden, bis wir an die Zitze kommen. Und auf der anderen Seite baut es unser Selbstbewusst sein im positiven Sinne auf, wenn wir erfolgreich zum Gesäuge und Zitzen finden. Im Schlaf wird jetzt auch mal mehr hin und her gerollt, wie hier bei Quarterback unten links:

So achten unsere Züchtereltern darauf, dass sie keine Helikopter Eltern sind. Es ist wichtig, dass wir uns auch selbst ausreichend bewegen und unsere Erfolgserlebnisse haben. Würden wir immer an die Zitzen getragen, dann können sich keine Nerven, Muskeln, Sehnen und der weitere Skelettapparat ausreichend gut entwickeln. Genauso wie Babys robben und krabbeln dürfen, brauchen wir das auch. Zudem haben wir so auch unsere Erfolgserlebnisse, wenn die Zitze gefunden ist und es zur Belohnung Mutters vorzügliches Milchgetränk gibt. Das kommt auch der Entwicklung des Gehirns zu Gute. In der Natur sind die Liegehöhlen deutlich enger, aber so ist es viel hygienischer, auch für unserer Mama, die sich mal umlegen kann und gut strecken. Hier kann man schön sehen, wie Galaxy die Zitze umfasst:

Stimulationen von Hirn und Nervenbahnen bringt auch das zweiwöchige Bio Sensor Programm mit sich, bei dem jeder von uns ein paar wenige Sekunden dauernde Übungen macht, im Beisein von unserer Mama. Ähnlich, wie unsere Mama das schon mal bei unserer Versäuberung macht, wenn wir bereits an der Zitze angedockt haben und sie uns einfach hochklappt auf ihren Rücken, um dann gut an unser Hinterende dranzukommen. So werden wir hier von unseren Zweibeinern kurz mit dem Kopf nach oben, dann nach unten und in Rückenlage gehalten. Ein Q-Tipp stimuliert die Unterseite der Pfoten am Übergang zu den Zehen. Und dann geht es noch kurz auf ein Kühlschrank-kühles und leicht feuchtes Tuch. Studien aus den USA haben gezeigt, dass Welpen, die dieses Programm mit milden Stressoren durchlauen haben, sehr viel stressresistenter und gelassener sind. Sie machten in der Ausbildung weniger Fehler, können Problemstellungen besser lösen. Zudem ist es laut Studie auch förderlich für die Gesundheit von Herz, Nieren und dem Immunsystem. Der träumende Quarterback hier querliegend nach dem Trinken:

Unsere Mama liebt es bei uns zu liegen und ist weiter nur schwer dazu zu bewegen mal hinauszugehen, um sich zu lösen. Aber wir werden auch immer selbstständiger. Unsere Bewegungen werden immer zielgerichteter und finden so auch schneller unsere Mama. Wir wissen unser Ortungssystem mit den pendelnden Kopfbewegungen Richtung der Wärmequelle Gesäuge immer besser zu nutzen. Es ist auch weiter wichtig, dass wir nicht in der Ferne verloren gehen. Da wir noch vergleichsweise schnell auskühlen können und dabei unnötig viel Energie verlieren. Ausgekühlt können wir uns leicht Keime einfangen. Wir sind da sowieso noch empfindlich, da unsere Körpertemperatur noch bei ca. 36°C liegt. Darum gibt es in den ersten 4 Lebenswochen auch eine Art häusliche Quarantäne ohne fremde Besucher für uns Welpen. Schlafstellungen von vorgestern:

Inzwischen fangen wir erstmalig an zu interagieren mit unserer Mama, während sie unser Köpfchen dann liebevoll leckt, strecken wir unseren Kopf jeweils in ihre Richtung mit weit aufgerissenem Mäulchen (schaut fast aus als ob wir freudig lachen). Und auch das erste Komfortverhalten wird gezeigt, sprich Verhalten, was nicht überlebenswichtig ist, und eher einen Luxus darstellt, da hier Energie verbraucht wird ohne direkten Nutzen. So wird erstmalig gegähnt, auch wenn Frauchen es noch nicht geschafft hat es auf einem der Bilder festzuhalten, weil sie da bislang nicht schnell genug war. Gähnen ist aber auch ein Element der späteren deeskalierenden Kommunikation, so üben wir schon früh für die Zukunft.
27.03.2026 - 4 Tage

Inzwischen haben wir weiter sehr kräftig zugenommen, im Schnitt ein Viertel unseres Geburtsgewichts!


Unsere Mama gibt uns Wärme und Schutz. Sie ist rund um die Uhr bei uns, um uns zu versorgen. Das geht soweit, dass die Zweibeiner sie anfangs fast zwingen müssen, damit sie sich kurz lösen geht. Die Zweibeiner machen dann kurz die Rotlichtlampe an, damit wir nicht auskühlen und legen noch ein Tuch über uns, so dass die Luft nicht austrocknen kann durch die Lampe und wir uns wohlbehütet fühlen, bei gleichmäßiger Wärme. Denn wir sind noch auf ständigen engen Kontakt mit unserer Mutter angewiesen, denn es dauert noch, bis wir unsere Körpertemperatur selber regeln können. Sie wird von der Hirnanhangdrüse gesteuert und ist erst mit etwa einem Monat voll funktionstüchtig.

Direkt nach der Geburt konnten wir noch auf speziell angelegte Fettdepots zurückgreifen, die dafür sorgen, dass wir ohne zu zittern einen gewissen Anteil Wärme produzieren können, unterstützt von den sogenannten Mitochondrien (kleinen körpereigenen Minikraftwerken).

Unsere inneren Organe sind noch jungfräulich bei der Geburt. Die Lunge entfaltet sich erst mit dem ersten Atemzug. Leber und Niere wurden im Mutterleib noch nicht benötigt und beginnen erst in den Tagen nach der Geburt sich auf ihre zukünftige Arbeit einzustellen. Die Nieren dienen zwar schon der Ausscheidung, aber ihre zukünftige Aufgabe der Filtration können sie erst nach knapp einem Monat sicher wahrnehmen. Die Leber nimmt auch erst nach der Umstellung unseres Blutkreislaufs ihre zukünftige Aufgabe der Reinigung, nach und nach wahr. Nachdem die Nabelschnur durchtrennt ist, ändert der Blut- und Herzkreislauf seinen Weg. Die bisher nur für die Blutbildung zuständige Leber wird erst jetzt richtig mit in den Stoffwechsel eingebunden. Erst wenn alles funktioniert werden wir auch unempfindlicher gegenüber Schadstoffen. Das vor der Geburt, in der Leber gespeicherte Glykogen, dient in den ersten Stunden nach der Geburt als wichtige Energiequelle, ist aber spätestens nach einem halben Tag aufgebraucht.

Auch die Milch, die wir aufnehmen, hält noch nicht lange vor. Sie wird vergleichsweise schnell wieder ausgeschieden, so dass die Gefahr der Dehydrierung bei Welpen besteht, die nicht ständig neue Milch aufnehmen können. Aber da haben wir ja Glück mit unserer Mutter, die uns bestens ad libitum versorgt! Nach jedem Aufwachen und nach jeder Mahlzeit, regt Mama mit ihrer Zunge unsere Verdauung an, in dem sie uns vom Bauch an abwärts beleckt. Das ist wichtig, da die Nervenbahnen noch nicht so weit entwickelt sind, dass wir Blase und Darm selbständig entleeren können. So nimmt unsere Mutter alle Ausscheidungen auf und sorgt dafür (neben unserem Frauchen), dass wir ständig ein sauberes Lager haben.

Unsere Zweibeiner sind wieder voll des Lobes, was für ein schöner ruhiger und zufriedener Wurf wir doch sind. Was auch sonst? Unsere Mama umsorgt uns so liebevoll, dass es uns wirklich an nichts mangelt. Sie weist uns auch gleich den Weg, wenn wir mal Gefahr laufen uns zu verirren. Mit lang ausgestrecktem Hals und Kopf versperrt sie falsche Wege und schiebt uns sanft aber bestimmt in die richtige Richtung. Ansonsten hilft ein kleiner Stubser mit ihrer Nase. Sie machen das so prima!!!
25.03.2026 - 2 Tage (36 Stunden)
Wir haben schon prima zugelegt in der kurzen Zeit, gut ein Achtel unseres Geburtsgewicht (auch wenn in der Literatur steht, dass Welpen anfgang auch gerne erst noch an Gewicht verlieren, bevor sie langsam wieder zulegen):

Während wir am ersten Lebenstag noch fast ununterbrochen getrunken haben, beginnen wir nun damit, nach jeder Mahlzeit erst einmal ein kleines Nickerchen zu machen. Zurzeit sind wir aber trotzdem noch vergleichsweise viel wach, da unsere Organe noch zu unausgereift sind, um die Muttermilch optimal verwerten zu können und Reserven schaffen zu können. Darum müssen wir in recht kurzem Abstand immer wieder neue Nahrung aufnehmen. Mit zunehmender Optimierung werden die Abstände zunehmend länger werden und dann verschlafen wir erstmal noch ca. 90% des Tages. Als sogenannte Nesthocker sind viele wichtige Organe noch nicht fertig ausgebildet. So sind wir unbedingt noch auf die Hilfe unserer Mutter angewiesen, die wirklich fürsorglichst für uns sorgt. Dass wir blind und taub zur Welt gekommen hat durchaus seinen Sinn, denn warum sollten wir uns in den ersten Lebenstagen schon kümmern, wenn irgendwo Drumherum etwas los ist. Trinken und Schlafen im Wechsel, das reicht völlig aus. Alles andere würde nur unnötige Energievergeudung bedeuten.

Würden wir draußen in der Natur groß werden, macht unser Nesthockerdasein noch mehr Sinn. Denn würden eventuelle Feinde uns ausmachen, sind wir mit unserem derzeit nur kleinen möglichen Aktionsradius recht sicher. Denn Weglaufen wäre momentan sowieso noch keine Option, da unsere Motorik noch stark eingeschränkt ist. Denn momentan bewegen wir uns noch eher krabbelnd fort, wobei unsere Hinterbeine schon jetzt einen kräftigen Schub zeigen und auch mal den Körper kurzzeitig hochstemmen können. Unsere Muskeln reagieren bevorzugt mit Beugereizen. Streckreize, die Grundvoraussetzung zum Stehen sind, folgen erst später. Wir robben wir eher mehr durch die Gegend. Aber wir können uns mit dem Vorderkörper auch schon aufrichten. Denn nur so kommen wir auch an die überlebenswichtigen nötigen Zitzen.


Das heißt aber nicht, dass wir hier nur phlegmatisch herumliegen. Erwärmt vom Trinken und jetzt wo Mama zur Selbstreinigung noch eine etwas erhöhte Körpertemperatur hat, wird es uns auch schon mal zu warm, so dass wir anfangen Ruheplätze zu finden die nicht mehr ganz so dicht an Mamas Bauch sind, wie z.B. zwischen Vorderläufen und auch sehr gerne hinten an den sogenannten Hosen, den Fellpuschen an den Hinterbeinen. Manchmal krabbeln wir auch einfach ein Stück hoch und kommen auf ihrem Rücken zu liegen. Und sobald wir abkühlen legen wir uns wieder dicht ans Gesäuge. Unsere kugelrunden Bäuchelchen sind über Nacht noch dicker geworden, denn wir haben schon gut zugelegt. Die Reste von der Nabelschnur an unserem Bauchnabel beginnen heute bei allen abzufallen, nachdem sie schön eingetrocknet sind.

Beim Trinken fangen die ersten von uns an mit ihrer Rute hin und her zu wedeln, man könnte schon fast von einem Vibrato sprechen, sobald die Milchquelle erfolgreich sprudelt. Zuvor müssen wir erst einmal andocken und pumpen. Dabei umschließen wir mit unserer großen Zunge samt Mund die Zitze und ziehen sie vor uns zurück. Es sieht fast aus wie Liegestützen, denn gleichzeitig führen wir Beugebewegungen mit unseren Vorderbeinen aus, um uns abzustützen.

23.03.2026 - Geburt
Nach 2 Monaten in Mamas Bauch war es Zeit die Welt da draußen zu entdecken. Dabei war es perfekt in da drinnen, wie in einem Wellness Hotel mit 24h Service. Rund um die Uhr waren wir perfekt versorgt mit allem was wir brauchten, sei es Nahrung oder ideale Umgebungstemperaturen. Nur der Platz wurde so langsam eng, denn das Purzelbäume schlagen fiel zunehmend schwerer, weil man immer irgendwo aneckte. Auch die Gliemaßen ließen sich nicht mehr so richtig strecken und beim Kicken kamen wir immer mehr an räumliche Grenzen. Wie immer hielten sich die Jungs zurück, als es darum ging den ersten Schritt zu tun. So übernahm "Quiet Melody" die schwierige Aufgabe sich als erstes durch die Geburtswege zu zwängen. Unterstützt von Mamas Wehen löste sich ihr bisheriges zu Hause (2 Fruchthüllen) von der Gebärmutterwand (Gürtelplazenta) und sie machte sich, in ihrem Inneren weiter gut geschützt, auf den Weg. Beim Eintritt ins Becken riss die äußere Fruchthülle und der Inhalt half den weiteren langen Weg gleitfähiger zu machen. So robbte sie weiter vorran im Einklang mit den Wehen.

Am Schluss gab es noch eine enge Kurve und dann endlich ging es hinaus. Die Türe hier hätten sie ruhig breiter machen können. Aber die Natur hatte sich was dabei gedacht, denn mein Brustkorb wurden hier nochmal zusammengepresst und beim wieder Auseinandergehen, sog sich automatisch zum ersten Mal Luft in die Lungenflügel (nach sofortigem Öffnen der 2. Fruchthülle am Mäulchen), so stark, dass sie sich entfalten konnten. Dort angekommen baute sich ein starker Druck auf (der nur einem Bruchteil der Atmung eines Erwachsenen entspricht), dass sich die bisherige Flüssigkeit mit einem Mal entleeren konnte. Ein wahres Wunder der Natur. Und damit das auch niemand verpasst, untermalt von einem kurzen Laut, wie bei den meisten Neugeborenen. Von da an scheinen unsere Stimmchen erst mal nicht mehr still zu sein. Die Zweibeiner sind immer wieder aufs Neue fasziniert, wie sehr sie in den ersten Lebenswochen denen menschlicher Babys ähneln in allen Belangen. Nur dass wir weniger Anlass zum Weinen haben, aber viele zum Summen, Brabbeln und Glucksen beim Trinken. Früh übt sich der mitteilsame Collie.

Draußen angekommen kamen wir jeweils gleich in den Genuss von Mamas angenehm warmer Zunge, die uns nicht nur fürsorglich sauber leckte, so dass unser Kreislauf und die Atmung weiter angeregt wurden. Eine wahre Wohlfühlmassage, die dafür sorgte, dass es uns gleich ein ganzes Stück wärmer wurde. Dann hat Mama das Anhängsel an unseren Bäuchen, genannt Nabelschnur, gleich nachdem sie uns ausgepackt hatte, gut zerkaut. So konnte sie alleine mit ihren Zähnen die Blutzufuhr einstellen (wozu Operateure extra Klemmen brauchen), so dass auch kein Blut oder anders gesagt kostbarem Lebenssaft, aus unserem Nabel heraustropfen konnte. Dann durchtrennte sie die Nabelschnur vollends und wir waren frei, um die Welt zu erobern.

Magisch angezogen von Mamas Bauch, der so viel Wärme abstrahlte, mussten wir uns doch noch kurz gedulden. Denn unser Züchterfrauchen, was wir schon von den Streicheleinheiten an Mamas Bauch kannten, hob uns auf die nebenstehende Waage und war stolz auf unsere kräftigen Geburtsgewichte, bei allen um die 400g! Zurück bei Mama, konnte uns aber nichts mehr abhalten instinktsicher zügig vorwärts zu robben Richtung Gesäuge und richteten uns mit unseren Beinchen gleich auf, um an die Zitzen zu gelangen. Wozu hatten wir sonst schon so lange im Mutterleib trainiert mit Muskelaufbau und Stärkung der Sehnen, während wir "liebevoll" Mamas Bauch von innen mit unseren Tritten massierten. Aber nun konnten wir uns endlich an der köstlichen nährstoffreichen Milch (Kolostrum) erlaben. Es ist wohl so, wie wenn die Zweibeiner eine heiße Suppe zu sich nehmen, die wärmt dann auch schön von innen heraus, so lecker! Und auch der uns bis dahin immer begleitende kraftvolle rhythmische Herzschlag unserer Mama war wieder spürbar, wenn auch viel weit entfernter. Und mit jedem hinzu kommenden Geschwister wurde es noch angenehmer, da ein jeder auch nochmal Wärme abstrahlte, so bildeten wir eine Art dichte Schicht an Mamas Gesäuge und sogen nicht nur ihr Gesöff ein, sondern auch ihre wunderbare Wärme. Einfach schön hier auf Erden!
Wir haben ganz tolle Mama, die liebevollst für uns sorgen, so wie es einst ihre Mütter für sie gemacht haben:

Beim Anvisieren der Zitzen machen wir großräumige Pendelbewegungen mit unseren Köpfchen und nehmen so quasi Fährte auf. (Was es auch fast unmöglich macht scharfe Einzelbilder hinzubekommen). Dabei bewegen wir uns grundsätzlich nur kreisförmig, mit seitwärts gestrecktem Hals, wenn wir weiter weg sind, was verhindert, dass wir verloren gehen. So können wir die Wärme, die unsere Mama abgibt mit Hilfe unserer Sensoren einfacher aufspüren. Bei ihr angelangt, müssen wir trotz unserer noch geschlossenen Äuglein, nun auch noch das Gesäuge und die einzelne Zitze finden. Das Gesäuge ist nach außen hin der wärmste Ort von Mamas Körper und hebt sich so ab. Und der Bereich um die Zitzen ist besonders dünnhäutig und gut durchblutet, so dass wir auch diese schnell ausfindig machen können. Und ein jeder, der eine Zitze fand; wurde fürstlich mit warmer köstlicher Kolostralmilch belohnt. Einfach lecker!

Kolostrum nennt sich diese erste köstliche, leicht gelbstichige "Erstmilch", denn sie enthält, im Gegensatz zur späteren Milch, in hoher Konzentration für uns überlebenswichtige Nährstoffe, wie Eiweiße, Vitamine und Mineralstoffe, sowie Enzyme, Hormone und Antikörper. So sorgen unsere tollen Mamas gleich für unseren Schutz, sollte sich doch einmal ein Krankheitskeim unerlaubt unserer Truppe nähern. Denn unser Magendarmtrakt ist im Moment noch völlig schutzlos. Das hat den Vorteil, dass die kostbaren Inhaltsstoffe der Kolostralmilch weitestgehend unverdaut durch die Darmwand direkt von unserem Körper aufgenommen werden können. Denn nur so können sie ihre Funktion beibehalten, wie z.B. die Antikörper und Hormone. Nach spätestens 24 Stunden bildet sich im Darm, die für die Verdauung wichtige Schutzschicht aus. Eine Barriere für alle Schadstoffe, aber auch eine für die Inhaltstoffe des Kolostrums. Aber die Natur hat es so eingerichtet, dass diese vorrangig eh nur gleich nach der Geburt konzentriert im Kolostrum zur Verfügung stehen und dann im Tagesverlauf immer weiter abnehmen.
Kräftige Welpen wie wir konnten gleich innerhalb der ersten Stunden, in denen die Konzentration noch am höchsten war, reichlich der wichtigen Inhalte aufnehmen und über den Darm in unseren Körper befördern. Kolostrum ist auch weniger fetthaltig, wie die sich anschließend bildende Milch. Die Bakterien zur Besiedlung der Darmflora nehmen wir schon im Rahmen der Geburt auf von unserer Mutter. Auch die Schutzschicht im Magen muss sich erst entwickeln. Erst wenn sie da ist, kann auch die Salzsäureproduktion losgehen, die dort für eine effektive Verdauung sorgt und uns gegen eindringende Keime schützt. Aber es dauert wohl ganze drei Wochen lang, bis dann wirklich der pH-Wert von Neutral ins Saure gefallen ist. Bis dahin sind wir noch besonders empfindlich gegenüber Keimen. Auch Zähne haben wir noch keine, denn ansonsten wären Mamas Zitzen nur unnötig Verletzungsgefahren ausgesetzt werden. Die Milch können wir zum Glück ja auch ohne Zähne schlucken, so wie die Natur es sorgsam vorgesehen hat.
