"Rose River's  Just call me an Angel"

Hündin             Tricolor / White

 

07.10.2019  -  Geburt

(370g)

Mama Hope ("Eu.Sg., Int.CH Rose River's Cherished Hope") empfängt mich gleich freudig:

 und leckt mich anschließend sauber mit ihrer schönen großen warmen Zunge:

Ein paar Stunden später:

 

10.10.2019  -  3 Tage

 

 Leider habe ich eine kleine Gaumenspalte (little cleft palate), die häufigste Missbildung bei Hunden und nach 10 Jahren Zucht, war dann leider auch mal unsere Zuchtstätte dran, mit einer solchen spontanen Verändreung. Aber das ändert nichts an meinem Lebenswillen, selbst die Tierärzte meinten sie würden es auf jeden Fall probieren mich trotzdem durchzubringen, so agil wie ich bin. Da ein kleiner Spalt vom Gaumen in die Nase geht, bekomme ich leider keine Milch aus Mamas Zitzen und Frauchen musste einen Weg finden, Ersatzmilch in mich hineinzubekommen. Das mit dem Fläschchen hat noch nicht so richtig geklappt, aber eine Spritze mit aufgesetztem Branülengummi erwies sich als das Mittel der Wahl. Während mein Schwesterchen gleich tüchtig zunahm, ging mein Gewicht erst einmal herunter auf 290g, aber inzwischen sind wir wieder auf einem guten Weg nach oben und die Waage zeigt wieder 315g an, bei stündlicher Fütterung rund um die Uhr. Bei Säuglingen setzt man gleich nach der Geburt eine Platte in den Gaumen ein und dann können sie ganz normal saugen, aber bei Hunden ist dies leider nicht üblich. Es gibt generell kaum Tierärzte die sich mit so etwas auskennen, da es wohl üblich ist, Welpen wie mich gleich nach der Geburt einzuschläfern, schon alleine damit sie nirgends auftauchen.... . 

 

 

 

 15.10.2019  -  1 Woche

 Inzwischen bin ich schon auf 415g herangewachsen (knapp die Hälfte von meiner Schwester). Meine Zweibeiner freuen sich riesig über jedes zugenommene Gramm, und ich erst! Das Trinken an sich ist nicht so sehr das Problem, wie die Bäuerchen danach. Denn all zu leicht gerät dabei mit der aufgestoßenen Luft auch Milch in mein kleines Mäulchen und von da aus gerne gleich in die Nase und dann ringe ich nach Luft, auch die Bäuerchen sind recht schmerzhaft, so dass Frauchen manches Mal schon am zweifeln ist, ob es wirklich der richtige Weg ist. Hinzu kommt regelmäßiges Verschlucken, vor allem am Ende des Trinkens, wenn weiter Flüssigkeit aus dem präparierten Nuckel läuft. Aber man sieht auch viele Fortschritte, denn ich entwickle mich prima weiter.

 

 

 

 

18.10.2019  -  1,5 Wochen

Wir sind schon richtig agil geworden und wenn wir nicht gerade bei Mama sind, dann erkunden wir gemeinsam die Welt:

Kuscheln bei Mama und mit meiner Schwester Joleen:

                                                                 Sauber machen:

Frauchen hat uns schon die Krallen kürzen müssen, damit wir Mamas Gesäuge nicht verkratzen:

 Inzwischen habe ich auch weitere 50g auf den Rippen!

 

 

22.10.2019  -  2 Wochen

Ich liebe es mich an Mama Brust einzukuscheln:

 

 Inzwischen habe ich die 500g Marke geknackt. Das Fressen ist immer noch mühselig, wegen der Bäuerchen und regelmäßigem Verschlucken. Wir wechseln zwischendurch auch wieder zum Fläschchen, aber es gibt auch Tage da ist die Spritze mit Branülengummi einfach die bessere Wahl, vor allem wenn das Futter etwas dickflüssiger wird durch weitere nahrhafte Zusätze.

                                                        Schaut mal wie schön in schon stehen kann:

So schön mit meiner Mama:

Das Fell ist richtig schön gewachsen und ich haben schon einen richtigen Kragen bekommen:

 Meine Mami umsorgt mich so liebevoll und macht alles prima mit!

 

 

 

26.10.2019  -  2,5 Wochen

Ein Ausflug auf die Couch:

 Ich habe die 600g-Marke geknackt und am 12.11. haben wir einen Termin in einer speziellen Kieferklinik für Hunde und dort bekomme ich, wenn alles klappt, eine Platte (hergestellt per 3-D-Drucker) eingesetzt und kann dann hoffentlich wieder ganz normal Nahrung aufnehmen. Da der Kiefer im Rahmen der Welpenentwicklung sich stark verändert ist dies nur von kurzer Dauer, aber hoffentlich so, dass ich besser an Gewicht zulegen kann. Denn das letzendliche Ziel ist später ein Verschluss des kleinen Spalts, aber dafür muss sich der Kiefer sehr viel weiter entwickelt haben.

 

28.10.2019  -  3 Wochen

 Wir sind bei 615g angekommen, nach vielen Schwankungen in den letzten Tagen. Inzwischen haben wir versuchsweise die Ernährung auf eine Magensonde umgestellt. Das hört sich schlimmer an als es ist. Dazu wird ein Schläuchelchen durch meinen Mund und die Speiseröhre direkt in den Magen eingeführt und dort die Nahrung hineingespritzt. So umgeht man die Gefahr des Verschluckens. Die Hoffnung steigt, dass ich nun besser an Gewicht zulegen kann. 

 

 

31.10.2019  -  3,5 Wochen

 Das Leben ist so schön!!!

2 Tage später - unsere Zweibeiner haben unser Gehege vergrößert und es gibt täglich so viel Interessantes zu entdecken:

Leider hat sich die Magensonde nicht als das Mittel der Wahl erwiesen, denn ich habe immer nach ein paar Fütterungen angefangen Futter wieder aufzustoßen und dabei ganz stark zu speicheln. Es endete damit das Futter in die Nase gelang. Mir ging es gar nicht gut und bei einer solchen Prozedur habe ich gleich 50g an Gewicht verloren samt wertvoller Flüssigkeiten. Also sind wir wieder zurück zur Flasche und mein Gewicht lag letztlich nur bei 650g, dabei wollten wir schon sehr viel weiter sein. 

 

 

04.11.2019  -  4 Wochen

Mit meiner 5 Monate alten Nichte Illu ("Rose River's Illumination of Paradise"):

 Mit ihr kann man super spielen:    Unten rechts im Rascheltunnel kann man prima schlafen:

 Mit einem riesigen Appetit geht es weiter voran, aber dadurch das ich so sehr viel mobiler bin, verbrauche ich auch viel Energie und so bin ich erst bei 715g angekommen, etwa einem Viertel von dem Gewicht meiner Schwester. Noch immer speichle ich ab und an etwas, jedoch bei weitem nicht mehr so schlimm. Zudem bettet mich Frauchen nach der Mahlzeit jetzt schräg mit Köpfchen nach oben auf einer Art Donutkissen, denn mir fehlt inzwischen manches Mal die Ruhe die Bäuerchen auf Frauchens Schoß abzuwarten. Jetzt heißt es noch eine Woche durchhalten und dann bekomme ich meine Platte eingesetzt, wenn alles klappt!

 

 

 Meine Zweibeiner sind auch superstolz auf Joleen, die meist ganz vorsichtig mit mir spielt und kuschelt und sollte es doch mal im Übermut mit ihr durchgehen, reicht ein kurzer Quäker von mir und ein Laut von meinen Zweibeinern und dann geht sie wieder ganz behutsam vor. Wahre Geschwisterliebe!

 

 

08.11.2019  -  4,5 Wochen

Heute durften wir zum ersten Mal raus in den Garten und die "Großen" haben alle intensiv auf mich acht gegeben, wie hier Mama und Tante Blues:

 

Mit Oma Alasca:

Völlig furchtlos und entspannt bin ich gleich auf Entdeckungstour gegangen:

So spannend alles hier:

Aber bald schon hieß es für mich wieder hineingehen und als meine Schwester Joleen zurück kam und sich zu mir legte, war ich schon fest eingeschlafen:

 

11.11.2019  -  5 Wochen

Schaut mal was ich hier habe:

 

 

Gemeinsames kuscheln und schlafen:                             Unser neues Indianerzelt:

Am nächsten Tag war es endlich so weit und wir sind auf große Fahrt gegangen. Nüchtern sollte ich kommen, wo ich doch sonst alle 1-2 Stunden Futter bekommen, aber zum Glück durfte ich ja ein paar Schlucke Wasser zu mir nehmen, so grubbelte mein Bäuchlein nicht ganz so hungrig. Zum Glück war der Verkehr und wohlgesonnen und wir erreichten die Klinik, in die Frauchen alle Hoffnung setzte nach 3 Stunden. Sei war stolz auf mich, da ich die Autofahrt völlig entspannt hinter mich gebracht habe. Im Gegenteil, ich habe es geliebt, die ganze Fahrt vom Beifahrersitz aus vis-a-vis mit Frauchen zu verbringen, auch wenn meine Äuglein zwischendurch immer wieder zuvielen und ich auch viel geschlafen habe. Anfangs habe ich versucht noch näher zu Frauchen zu gelangen, aber da war so ein blödes Gitter dazwischen. Da habe ich mich lieber wieder in mein warmes Nest zurückgezogen und mich dort eingekuschelt.

In der Klinik angekommen war entgegen der Auskunft der Damen am Telefon es auf einmal gar nicht mehr so sicher, dass ich wirklich meine heiß ersehnte Gaumenplatte eingesetzt bekomme, um wieder normal fressen und trinken zu können. Die Ärztin erklärte, dass sie wenn sowieso ca. alle 4 Wochen erneuert werden müsse, da mein Kiefer noch im intensiven Wachstum ist. Aber das war ja vorher klar. Neu war dann, dass eine solche Platte bei einem Großteil der Hunde gar nicht ans Halten zu bekommen ist, zumindest nicht länger als wenige Tage und danach dann die Gefahr dass sie in den Rachen rutscht. Ich musste mich dann von Frauchen trennen und wurden von vielen Leuten mit weißem Kittel durchgecheckt, denn Frauchen hatte noch darum gebeten, mich einmal komplett durchzuchecken in diesem Rahmen. Und dann durfte ich, immer noch unendlich hungrig endlich wieder zurück zu meinem Frauchen kuscheln und zu Oma Alasca die mich gleich liebevoll ableckte. Nach einigen bangen Minuten kam dann wirklich die schlechte Nachricht, dass ich leider zu der breiten Masse zähle, bei denen das Anbringen einer Platte nicht erfolgreich durchgeführt werden konnte, schnief!!! Aber sie meinte ich wäre eine sehr gute Kandidatin für eine spätere erfolgreiche OP, vorausgesetzt ich halte so lange durch, ohne die häufige Komplikation Lungenentzündung, an der die meisten Welpen mit Gaumenspalt sterben. Meine Lunge zeigte auf dem Röntgenbild, dass mein Verschlucken schon erste Spuren auf der Lunge hinterlassen hat, aber immer noch so, dass ich gute Chancen habe, es wieder in Griff zu bekommen. Zur Unterstützung habe ich noch eine Spritze bekommen. Zudem hat eine nette Ärztin mir später noch ein spezielles Rekonvaleszenzfutter gegeben mit besonders hohem Protein und Kohlehydrategehalt. Dazu hat sie wie Frauchen vorher schon mal probiert hatte eine Magensonde verwendet, um meine Lunge vor weiterer Aspiration zu bewahren. Zack war der Schlauch drin und ich auch ganz ruhig und entspannt bei der Prozedur (wie damals bei den ersten Malen auch bei Frauchen), dazu haben wir noch ein paar zusätzliche Kniffe gelernt. Frauchen hat dann gleich noch ein paar spezielle Magensonden mitgenommen und auch von dem leckeren Futter. Jetzt müssen wir schauen, ob es diesmal langfristig klappt, zum einen mit der Sonde, oder ob ich wieder anfange nach ein paar mal alles wieder hochzuwürgen und auch von der Verträglichkeit des Futters. Meine Zweibeiner lassen es langsam angehen, damit sich auch meine Darmflora daran gewöhnen kann und bisher sieht alles prima aus. Drückt und die Daumen, dass es so gut weitergeht!

Sollte alles klappen, so werden wir Ende Februar oder im Laufe der März wieder vorstellig bei der Ärztin. Der optimale Zeitpunkt für eine erfolgreiche OP scheint wohl da zu liegen, wo meine neuen Backenzähne beim Zahnwechsel später kurz vor dem Durchbruch sind, denn es muss Haut von meiner Wange aus über den Gaumenspalt gespannt werden, da ist es perfekt, wenn die neuen Backenzähne noch nicht im Weg sind und sonst ggf. erfernt werden müssten. Es gibt auch keine Anforderungen von einem Mindestgewicht laut der Ärztin, so können wir entspannt unseren weiteren Weg gehen und hoffen auf Erfolg! Meine Zweibeiner meinen ich hätte eine solche Kämpfernatur wie meine Uroma und lasse mich so schnell von nichts unterbekommen und will nur ein, leben und so genieße ich einen jeden einzelnen Tag. Bin immer gut drauf und liebe es alles neugierig kennezulernen!

 

11.11.2019  -  5 Wochen

Heute durfte ich mit zu einem kurzen Spaziergang, so dass frische Luft durch meine Lungen strömt. Schön warm eingepackt konnte ich von oben die Aussicht genießen und das bunte Treiben der anderen beobachten:

 

 

 

 

Hier noch ein paar Bilder von den folgenden Tagen. Unsere Zweibeiner versorgen uns mit täglich wechselnden interessanten Dingen, die es zu erforschen gilt. Zudem ist unser Gehege drinnen nochmals erweitert worden und das Außengehege fertig. Es ist so konstruiert, dass wir bei trockenem Wetter von dort aus gleich in den Garten können. Spiel mit Mama:

Auf der Schaukel im Außengehege, so spannend:

                     Auch das Gitterrost habe ich gleich neugierig erforscht:

Super diese knisternde Luftpolsterfolie; auch von dem "Peng" ab und zu, wenn meine Schwester Joleen zu feste zubeißt, lasse ich mich nicht verschrecken:

Unsere tolle Cousine Illu ist auch immer und überall dabei und immer ganz behutsam mit mir!

Selbst das rutschige Wackelbrett wird gleich erklimmt:

 

18.11.2019  -  6 Wochen

Meine Muskeln bauen sich immer weiter auf und mein ganzes Gebäude wird zusehends kräftiger. So werde ich immer aktiver und mobiler, über mein Stimmchen und intensiviere mein Spielverhalten. Mein Interesse an der Umwelt ist riesengroß, alles will genau erforscht werden. Dabei bin ich weiterhin völlig furchtlos, und auch der Lärm des Staubsaugers kann mich nicht abhalten ihn genau zu inspizieren. Inzwischen haben meine Zweibeiner die Ernährung komplett auf die neue Magensonder (eingeführt über mein Mäulchen) umgestellt, da ich alles so gut mitmache. So verhindern sie das Futter in meine Lunge aspiriert wird und meine Chancen immer weiter steigen. Außerhalb des Geheges sind die Menschen besonders wachsam, dass ich nichts mit dem Mäulchen aufnehme, sondern bestenfalls ablecke. Aber auch so kann ich alles gut erforschen, durch genaues Hinschauen, Hinhören und genaues Beobachten.

 

 

 

 

22.11.2019  -  6,5 Jahre

Meine beiden Lieblingsschlafplätze, nebst Frauchens Pulloverausschnitt (wenn sie ihn an hat, versteht sich) und natürlich bei meiner Mum:

 

Meine Zweibeiner meinten zuletzt schon, dass ich an einen süßen Gremlin-Tamagotchi-Monchichi-Mix erinnere, vor allem wenn ich so zierlich klein neben meiner Schwester stehe, auch wenn mein plüschiges Fell über so manches hinweg täuscht:

Oh was Neues und gleich war ich schwubs oben:

Alles wird genau untersucht:

Auch wenn eine vernünftige Gewichtszunahme weiter auf sich warten lässt, da ich nach wie vor nur kleine Mengen verflüssigte Nahrung in ausreichenden Zeitabständen vertrage und mein wachsender Körper schon viel verbraucht, so weiß ich trotzdem das Leben ausgiebig zu genießen.

Auch ein schöner Schlafplatz:

 

24.11.2019

Hurra, heute habe ich zum ersten Mal zwei kleine Stückchen rohes Fleisch verzehrt und war schon auf der Suche nach mehr, aber Frauchen meinte wir sollten es langsam angehen lassen. Und die Zweibeiner hatten vor Freude die Tränen in den Augen: "Was für ein Meilenstein für die kleine aktive Maus, die Schlauf kaum noch kennt und immer auf Entdeckungstour ist, Tag und Nacht."

 

25.11.2019  -  7 Wochen

Ich liebe das rutschige Wackelbrett und wie meine Zweibeiner sagen, ein tolles Training für mich:

 

Im Garten:

Mit meiner tollen Mum:

Alles will genau erforscht werden:

 

 

 

29.11.2019  -  7,5 Wochen

So langsam nehme ich nach langer Stagnation wieder langsam zu und wir haben endlich die 900g-Marke geknackt! Auch wenn die Freude über die Fleischstückchen war nur von kurzer Dauer war, denn es scheint inzwischen unmöglich die passende Größe zu finden, so groß, dass sie nicht in den Spalt gelangen (der mit zunehmendem Kieferwachstum etwas in die Breite gegangen zu sein scheint) und so klein, dass sie nicht im Rachen stecken bleiben. Aber nichtsdestotrotz geht es endlich aufwärts. Sobald ich wach bin geht es ab durch die verschiedenen Zimmer und alles wird genau untersucht. Zwischendurch wird weiter mit Mama geschmust und mit Joleen und Illu gespielt.Die Zweibeiner müssen jetzt immer genau schauen wohin sie treten, denn ich liebe es sie zu verfolgen und mich ganz dicht an ihre Füße zu legen oder wenn greifbar auf das nebenliegende Kissen, wenn Frauchen z.B. am Computer arbeitet. Das heißt ich suche nicht mehr wie früher immer gleich die Wärmelampe auf zum Schlafen, nur des Nachts oder bei längeren Schläfchen mag ich sie noch gerne haben, wobei meine Zweibeiner sie nach und nach immer höher hängen. Inzwischen bin ich auch richtig schnell geworden. Zuletzt habe ich Verstecken mit meinen Zweibeinern gespielt, so gut, dass es gefühlte Ewigkeiten gedauert hat, bis sie mich Winzling wiedergefunden haben haha.  So ein Spaß!

 

Ein paar Tage später haben wir auch einen netten Gast bei uns, meinen Halbbruder Ryu ("Rose River's Galactic Storm"), auch ein Sohn von Hope, der ebenfalls supervorsichtig mit mir ist, ohne, dass man ihn extra dazu ermahnen musste. Es liegt ihm einfach im Blut.

 

03.12.2019  -  8 Wochen

Auf der Schaukel mit Joleen:

 

Beim gemeinsamen Spaziergang, mit dabei zwei meiner älteren Halbbrüder (gleiche Mutter). Auf dem rechten Bild ist das Ryu ("Rose River's Galactic Storm"), ganz rechts, der für ein paar Tage unser lieber Gast ist, sowie auf dem linken Bild ganz vorne Gino ("Rose River's Glorious Midnight Moon") samt Frauchen und meinem Cousin Luca ("Rose River's In the Moonlight Shadow"), der junge Tricorüde, ein halbes Jahr alt. Allesamt waren und sind supervorsichtig mit mir:

Links Oma Alasca ("GCH, CH Rose River's Alasca White"), die immer ein liebevolles Auge auf mich hat und rechts Gino:

 

Ich habe auch weiter gut an Gewicht zugelegt und nähere mich jetzt endlich der 1kg-Marke.

 

 

 

 

18.12.2019  -  10 Wochen

Mit 8 Wochen sah alles noch so rosig aus und wir blickten voller Zuversicht in die Zukunft. Doch dann kam leider alles ganz anders. Ich begann wieder vermehrt nach den Fütterungen zu "schäumen", mit der Folge, dass ich plötzlich um 50 - 100g weniger wog. Also mussten die Futtermengen wieder reduziert werden, obwohl ich so viel an Gewicht verloren hatte. In 5g-Schritten ging es von Mahlzeit zu Mahlzeit wieder aufwärts mit neuer Hoffnung. Doch der nächste Absturz ließ nicht lange auf sich warten. Die Tierärztin probierte verschiedene Ansätze aus, um die Ursache zu finden. Frauchen bat um eine erneute Aufnahme der Lunge und siehe da, dort war einiges an Wasser, was auch die zunehmende Atemnot erklärte. Das Herz ließ sich schlecht beurteilen. Frauchen hat dann gleich dafür gesorgt, dass ich einen Termin in der Herzklinik bekam. Dort hieß es, da ich ja inzwischen als Notfall galt, dass ich nüchtern kommen solle, damit man ggf. gleich eine OP anhängen könne. Gesagt getan, auch wenn wir es eigentlich hätten besser wissen müssen, durfte ich wieder trotz meines schlechten Zustands keine Nahrung mehr zu mir nehmen. Der Herzultraschall zeigte die leider einen Herzfehler. Ein bei Hunden immer wieder mal auftretende Komplikation bei einer Gaumenspalte. Die Ärztin meinte dass dies im Rahmen einer OP wieder problemlos herzurichten wäre, so dass ich danach völlig herzgesund sein würde. Allerdings wäre mein derzeitiger Zustand zu schlecht, um diese gleich durchzuführen, denn neben dem Wasser in den Lungenflügeln zeigte sich auch eine starke Lungenentzündung. Also wieder völlig umsonst gefasstet. Die Entwässerungsmittel forderten auch gleich ihren Tribut, zwar ging es mir danach von der Atmung her wieder deutlich besser, aber gewichtsmäßig ging die Talfahrt noch weiter nach unten, aber gut, zumindest das Wasser in den Lungen hatte ja auch mehr Schlechtes wie Gutes. So bezog ich wieder meinen Lieblingsplatz, den Kopf gut abgestützt auf meinem Lieblingskuscheltier, so dass ich auch besser atmen konnte und das Futter nicht gleich wieder aufstieg. Darunter eine wärmende Matte und oben drüber die Infrarotwärmelampe, damit ich nicht noch unnötig Energie in die Erstellung der Körperwärme investieren musste und noch mehr abmagere. Zudem liebe ich diesen Platz und hatte ja auch jederzeit ihn wieder zu verlassen. Man kann gut sehen wie schmal mein Kopf geworden ist und auch die übrige Körpersubstanz baute sich immer weiter ab. Ein Teufelskreislauf, denn dies belastete wiederum zusätzlich mein Herz. 

In der Klinik wurden wir endlich aufgeklärt, dass das Schäumen kein Speicheln war, sondern ein Aufsteigen des Lungenwassers (ebenso wie die unangenehmen Luftblasen im Darm). So mussten wir auch weiterhin aufpassen, dass ich nur kleine Portionen zu mir nahm, mit geringem Flüssigkeitsanteil, da ich sonst gleich wieder anfing zu schäumen. Leider nahmen auch die Atemgeräusche wieder weiter zu. Die Antibiotika schienen nicht wirklich zu greifen. Desöfteren dachten meine Zweibeiner vor allem Nachts darüber nach dem Fortschreiten ein Ende zu setzen. Aber morgensfrüh, wenn die Tierarztpraxis wieder geöffnet hatte, hatten sie den Eindruck, als ob ich die letzten Stunden in der Steckdose eingesteckt geschlafen hätte. Dann fing ich wie früher an, wieder viel mehr durch das Haus zu laufen und meine Zwei- und Vierbeiner zu begleiten bei ihrem Treiben, auch wenn ich mehr in der Zuschauerrolle verharrte. Aber ich nahm mir auch die Zeit und Kraft mit ihnen zu spielen, so dass meine Zweibeiner wieder Hoffnung bekamen, zumal die Herz-OP in greifbarer Nähe war. Ich war auch nie alleine, immer gesellte sich wer zu mir, selbst wenn ich ruhte, wie hier mein liebe Schwesterherz Joleen, die weiterhin, wie alle anderen immer ganz besonders vorsichtig mit mir umgegangen ist: 


 und hier mit meiner Cousine Illumination mit ihren Liebkosungen:

Auch meine Mama Hope hat mich ständig im Auge, kuschelt mit mir, leckt mich liebevoll ab und säubert mich ab und an immer wieder mal, obwohl ich, egal wie gut oder schlecht es mir gerade geht, mich immer gleich auf mache Richtung Terrassentüre (und da auch noch die weiter entfernte), um mich draußen zu lösen. Und das ist bei dem Entwässerungsmittel gar nicht so selten. Und auch weiterhin nehme ich mir die Kraft und Zeit Frauchen freudig jauchzend zu begleiten, wenn sie mit dem Staubsauger unterwegs ist, auch wenn ihr Vorankommen dann mühselig ist, damit mich das Gerät selber, das Kabel oder das Schlauchrohr nicht zu Fall bringen. So gibt es gute und schlechte Zeiten, zwischen Hoffen und Bangen. Sobald es auf die Essenszeit zugeht, sitze ich oft schon als erstes dort und schaue Frauchen sehnsüchtig auf die Finger, in der Hoffnung dass ich es diesmal schaffe ihr etwas abzuluchsen, denn mein Appetit ist riesig. Und zudem bin ich mit den Fleischklümpchen damals so richtig auf den Geschmack gekommen, zumal die anderen ihre Mahlzeiten auch mit einem riesen Appetit vertilgen. Doch leider darf ich weiterhin nichts als den Futterbrei per Magensonde aufnehmen, damit nichts in den Gaumenspalt gerät und auch sonst nichts in die Lunge. So bleibt mir nichts anderes als die leeren Teller abzuschnuppern, bevor Frauchen sie wegräumt:

 

Und dabei habe ich so einen Appetit! Das zerrt gewaltig an den Nerven meiner Zweibeiner. Aber ich bekomme schon seit Wochen über die Magensonde Spezialnahrung, doch leider ist der Verbrauch höher, als ich aufnehmen kann, ohne zu schäumen und in Luftnot zu geraten, zumal meine Beine in der letzten Zeit sehr viel länger geworden sind (damit leider jedoch nicht stabiler) und auch sonst die Entwicklungen zunehmen, wie zum Beispiel eine kräftige Unterwolle. Nun heißt es noch eine Woche durchhalten und dann auf einen baldigen OP-Termin hoffen. Danach kann ich dann endlich wieder höhere Futtermengen zu mir nehmen, ich kann es kaum abwarten! Doch leider verschlechterte sich zusammen mit meinem Allgemeinzustand auch wieder der Zustand meiner Lunge. Nichts half und das Thema Erlösung wurde wieder erneut diskutiert. Aber letztlich kam ich allen zuvor. 

 

20.12.2019  -  10,5 Wochen

Meine Mama war in den letzten zwei Nächten völlig durch den Wind und auch die anderen Vierbeiner schnupperten immer intensiver an mir herum und meinen Zweibeiner ahnten schon Schlimmes. Auch der Tierarzt konnte nicht mehr wirklich helfen. Die Nächte verbrachte ich eng an meine Zweibeiner gekuschelt und auch sonst wollte ich immer eng bei ihnen sein. In der Nacht vom 19. auf den 20. änderte sich dann alles. Mein schneller Herzschlag wurde zunehmend ruhiger. Zugleich wurde auch das Atmen immer ruhiger und angenehmer. Dass die Kraft in meiner Hinterhand immer mehr nachließ war nicht weiter schlimm, denn Frauchen verstand mich blind und wußte mich immer wieder in eine angenehme Lage zu bringen. Auch mein Kuscheltier fehlte nicht und alle anderen waren um mich herum und gaben mir Kraft unterstützt von Frauchens beruhigendem Zureden, dass nun alles gut wird. Und so war es dann auch, um 8:08 Uhr Morgens bin ich völlig entspannt und ruhig in Frauchens Armen eingeschlafen. Zum Schluss habe ich es mir auch nicht nehmen lassen, noch einen freudigen Jauchzer von mir zu geben. Meine Zweibeiner meinten, dass dies gut der Moment gewesen sein könnte, an dem dahinscheidende Menschen in ein helles warmes Licht eintauchen und sich ein intensiv wohliges Gefühl breitmacht und warum sollte wir Vierbeiner nicht genauso empfinden. So hat der Herrgott, kurz vor Weihnachten, alles Engelchen zu sich gerufen und mich gleich inclusive, denn wie heißt es so schön, die besten gehen früh, leider viel zu früh! Der Schmerz ist unermesslich, den ich hier auf Erden bei meinen Zwei- und Vierbeinern hinterlassen habe. Aber denkt daran, ich bin nur vorgegangen und eines Tages werden wir uns alle wiedersehen, frei von allen körperlichen Einschränkungen steht uns dann eine unendlich lange gemeinsame Zeit bevor! Und ich möchte nicht eine Minute missen, die ich mit Euch hier auf Erden verbringen durfte! Euer Engelchen "Just call me an Angel"!

 

 

Am 23.12. ist unser Mädel in einer gläsernen Urne wieder nach Hause gekommen:

 "Wir vermissen Deine warmen, leuchtenden, mitteilsamen Augen, Deine unendliche Lebensfreude und -wille, trotz aller Querelen, Dein tolles liebes Wesen, Deine Anhänglichkeit, Deine Verschmustheit, Deine ständiges Bestreben überall mit dabei zu sein, um ja nichts zu verpassen, Deine Unerschrockenheit, Deine Vertrautheit, Dein freudiges Jauchzen, wenn Du begeistert den Staubsauger auf seinen Runden durch das Haus begleitet hast und auch sonst, Deine Kessheit, Dein Wille immer alles richtig zu machen und und und. Aber leider meinte der Herrgott seine Engelchen vor Weihnachten alle zu sich zu rufen. Und wie heißt es immer die Besten gehen früh, viel zu früh! So winzig unser geliebter Tamagotchi-Monchichi-Gremlin-Mix war, so riesig ist die Lücke, die Du bei uns allen hier hinterlässt! Mach’s gut im Regenbogenland, wir können es kaum abwarten Dich dort eines Tages wiederzutreffen!"

 

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1. Welpe

 

 

J-Wurf

 

 

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